Stadtteilauto - Wer ist das?

CarSharing ist heute in vielen deutschen Großstädten und auch bereits in kleineren Orten etabliert. In München war Stadtteilauto die erste Umweltinitiative dieser Art. Wer aber steht hinter Stadtteilauto?

Stadtteilauto München wurde 1992 von Walter Ernst gegründet. Der gebürtige Münchner wurde der Autoflut in seiner schönen Heimatstadt überdrüssig. Generell auf's Auto verzichten zu können, erschienen ihm allerdings illusorisch. Abhilfe versprach eine Organisation, welche die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen ermöglichen sollte. Die Idee einer Berliner Gruppe stand dabei Pate. So entstand das Projekt CarSharing à la Stadtteilauto.

Heute hat Stadtteilauto München mehrere hundert Mitglieder und Fahrzeuge an sechs Standorten innerhalb der Stadt. "Klein, aber fein!", wie Walter Ernst betont, der alle seine Mitglieder selbst aufnimmt und mit Ihnen in persönlichem Kontakt bleibt. Das Nachbarschaftliche wird bei Stadtteilauto großgeschrieben. "Das bin ich meinen Mitgliedern schuldig. Nur zuverlässige Nutzer ermöglichen zuverlässiges CarSharing!"

Deswegen ist Stadtteilauto ein Unternehmen. 500 Euro Kaution, die jedes Mitglied bei Eintritt hinterlegen muss (und bei Austritt zurückerstattet bekommt), sind viel Geld. "Die Leute sollen wissen, dass ich für jeden Cent gerade stehe!" Stadtteilauto arbeitet ohne Subventionen und Vergünstigungen. Schließlich soll CarSharing auch in Zukunft eine Chance haben. "Ich biete eine sinnvolle und wirtschaftliche Dienstleistung. In der öffentlichen Umwelt-Diskussion gilt das oft als Makel. Für meine Mitglieder und die Umwelt ist das aber die einzige Gewähr für Kontinuität!" CarSharing ist keine fantastische Idee von Idealisten. Es ist wirtschaftlich und lohnt sich für alle Beteiligten.

 

 

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